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Dionysis Kapsalis, geboren 1955 in Athen, wird von der Kritik der sogenannten Generation von 1980 zugerechnet, von der zahlreiche neue Impulse für die griechische Lyrik ausgingen. Anders als die meisten Dichter, die im gleichen Zeitraum debütierten, setzt Kapsalis Motive und Stilmittel wie Ironie, intertextuelle Bezüge oder die skeptische Neudeutung antiker Mythen ein, allerdings häufig in Verbindung mit der gezielten Wiederaufnahme historischer Versmaße und fester lyrischer Muster, die er gleichzeitig subtil weiterentwickelt bzw. erneuert. Insofern bezeichnen seine Gedichte gerade keinen radikalen Traditionsbruch, sondern die bewusste Fortführung älterer Entwicklungslinien der griechischen und europäischen Literatur. Aber auch Kapsalis’ metrisch freier gestaltete, inhaltlich ganz auf die Gegenwart bezogene Kompositionen – darunter viele narrative Langgedichte – sind von hohem Formbewusstsein und sprachlicher Eleganz geprägt. Das dezente Wechselspiel von Melancholie und subversivem Humor, das sein Werk durchdringt, verleiht diesem eine besondere Dynamik.
Der vorliegende Band bringt eine umfassende, repräsentative Auswahl aus dem Gesamtwerk eines der wichtigsten zeitgenössischen Lyriker der griechischen Sprache.
Dionysis Kapsalis: Das Geräusch der Zeit. Ausgewählte Gedichte 1982–2020
Aus dem Griechischen übersetzt von Torsten Israel. Mit einem Nachwort des Autors übersetzt von Anna Lazaridou.
Dionysis Kapsalis wurde 1952 in Athen geboren. Er studierte Klassische Philologie und Anglistik in den USA und Neogräzistik in London, wo er auch für zwei Jahre als Dozent unterrichtete. Von 1999 bis 2021 war er Direktor der Kulturstiftung der Griechischen Nationalbank. Kapsalis hat seit 1978 dreiundzwanzig Gedichtbände, zehn Essaybände sowie Übersetzungen u. a. von 25 Sonetten Shakespeares, ausgewählter Gedichte von Emily Dickinson und Coleridge, von Haikus von Issa und Bashō, sowie von Wilhelm Müllers Winterreise und Heinrich Heines Eros veröffentlicht.
Außerdem übersetzte er Shakespeares Romeo und Julia, König Lear, Othellο, Ein Sommernachtstraum, Perikles, Hamlet, Die Komödie der Irrungen sowie Samuel Becketts Happy Days. 2015 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Aristoteles-Universität Thessaloniki verliehen. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2017 den Großen Griechischen Staatspreis für Literatur.
geb. 1967 in Leipzig. Studium der Griechischen Philologie, Geschichte und Theaterwissenschaften in Berlin und Athen. Literarische Übersetzungen, Literaturkritik und Essayistik auf Griechisch und Deutsch. Zuletzt griechiche Übersetzung und Bühnenbearbeitung von Erich Arendts Der Tänzer (UA: 2009, Attis-Theater, Athen, Regie: Theodoros Terzopoulos) und Herausgeberschaft von Helene Varopoulou, Passagen. Reflexionen zum zeitgenössischen Theater, Berlin: Theater der Zeit, 2009. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz/Germersheim. Lebt in Mannheim und Athen.
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