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Brief an Christa Wolf

Informationen zum Buch

Hinzugefügt 2017-11-29
Date of first publication: 2017-12-03

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Brief an Christa Wolf

Thanassis Valtinos (Autor/in); Ulf-Dieter Klemm (Übersetzer/in)

„[…] Seitdem ist mehr als ein Dritteljahrhundert vergangen, liebe Christa. […] Meine Erinnerung kehrt in jene Nacht zurück und ich frage mich, welche Dinge ich vergessen habe und welche sich willkürlich eingeschlichen haben. In ein löchriges Gedächtnis. Über die Melancholie, die mir das verursacht, werde ich nichts sagen. Im Endeffekt beschäftige ich mich ein Leben lang mit Schatten. Es wäre lächerlich, wenn ich Dir irgendetwas wünschte.“

Thanassis Valtinos zählt zu den modernen Klassikern der zeitgenössischen Literatur Griechenlands, der eine ganze Generation zeitgenössischer Autorinnen und Autoren geprägt hat. Für das Winterfest der Edition Romiosini 2017 schrieb er einen offenen Brief an Christa Wolf.

Offene Briefe: Thanassis Valtinos an Christa Wolf

Zweisprachige Ausgabe: deutsch und griechisch ("Θανάσης Βαλτινός προς Κρίστα Βολφ") Übersetzung aus dem Griechischen von Ulf-Dieter Klemm.

Über den/die Autor/in: Thanassis Valtinos

Thanassis Valtinos wurde 1932 in Arkadien/Peloponnes geboren und lebt seit 1950 in Athen. Sein literarisches Debüt erschien 1958 in einer Zeitschrift. Er wurde für seine Prosa mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Staatspreis für Literatur für sein Gesamtwerk.

Valtinos’ literarischer Stil reicht von realistischer Berichterstattung bis zur postmodernen Collage erfundener Dokumente, seine Prosa umfasst so unterschiedliche Textarten wie Berichte, Monologe, Theaterdialoge, fiktive Zeitungsberichte, Werbungen, Bedienungsanleitungen und Interviews. Ebenso breitgefächert sind seine literarischen Bezüge: Zwar bilden der griechische Bürgerkrieg und seine Aufarbeitung einen Mittelpunkt seines literarischen Kosmos, er weiß jedoch auch von Migration zu berichten, das Kleinbürgertum zu sezieren oder über die eigenen Schreibprozesse zu reflektieren.

Valtinos ist seit 2008 Mitglied der Athener Akademie und zählt zu den modernen Klassikern der zeitgenössischen Literatur Griechenlands, der eine ganze Generation zeitgenössischer Autorinnen und Autoren geprägt hat.

Über den/die Übersetzer/in: Ulf-Dieter Klemm

Botschafter a. D., geb. 1946, in Höxter, NRW. Ulf-Dieter Klemm verbrachte sechs Jahre seiner Jugend in Griechenland. Nach dem Abitur an der Deutschen Schule Athen studierte er Jura in Berlin, Heidelberg und Montpellier. Promotion 1975. 1977 Eintritt in den diplomatischen Dienst mit Auslandsstationen in Porto Alegre, Athen (Kulturreferent), Tokyo, Maputo und Rabat.

Klemm veröffentlichte Übersetzungen mehrerer Romane und Texte aus dem Griechischen, Essays zu griechischen Themen sowie – zusammen mit Klaus Gallas – das im C. C. Buchner erschienene Buch Griechenland begegnen. Geschichte, Landschaft, Kultur und Menschen, Bamberg 2008. Im Mai 2012 Auszeichnung der International Hellenic University, Thessaloniki, für seinen Beitrag zum griechisch-deutschen Kulturdialog. 2014 erschien im Balistier Verlag sein Roman Das Leventis-Idol. 2015 gab er zusammen mit Wolfgang Schultheiß das Buch Die Krise in Griechenland im Campus Verlag heraus.