Dichtung mit Biss: Griechische Lyrik aus dem 21. Jahrhundert

Autor/innen

Maria Topali (Sammelbandherausgeber/in); Torsten Israel (Übersetzer/in)

Über dieses Buch

Die griechische Lyrik des 21. Jahrhunderts bringt Veränderungen in Inhalt und Form. Sie ist politisch, weil sie das Private bewusst und verallgemeinernd öffentlich macht. Sie ist global, weil sie einen selbstverständlichen Dialog mit den Entwicklungen jenseits der griechischen Landesgrenzen führt und zugleich an ihrer zuweilen extremen Ortsgebundenheit festhält. Sie ist bahnbrechend, weil sie sich auf der Basis einer neuen, vom Internet geprägten Kollektivität mit der Performance verbindet. Die mehr als 50 Lyriker und Lyrikerinnen und über 100 Gedichte des vorliegenden Bandes stellen diese prägenden Eigenschaften der neuen griechischen Dichtung zur Diskussion. Hervorgetreten sind sie erstmals in der Zeit um die Jahrtausendwende, also lange vor dem Ausbruch der griechischen Krise. Teilweise haben sie diese vorweggenommen, teilweise sich im Laufe der Zeit dynamisch an ihr gemessen.

Maria Topali (Hg.): Dichtung mit Biss. Griechische Lyrik aus dem 21. Jahrhundert

Übersetzung aus dem Griechischen von Torsten Israel. Mit einer Einleitung von Maria Topali.

Inhaltsverzeichnis

  • Eno Agoli: Drei Tage und einer entfernt von Kioto (Auszug); A las cinco de la tarde
  • Marigo Alexopoulou: [Dann erhob sich eine finale Grabinschrift]
  • Dimitris Allos: Fahrtroute; Rabiates Magnesium (Auszug)

  •  Vasilis Amanatidis: Christmas song; [Unschuld]

  •  Dimitris Angelis: [Finsternis weht wo ich gestern]

  •  Orfeas Apergis: Die Passion; Der Tisch; »Die Wurzel im Meer«

  •  Apostolis Artinos: [eines Spiegelbildes Eleganz ist]; [doch unabhängig]

  •  Iana Boukova: Tractatus (Auszug); Streichholzplantagen in Düsseldorf

  •  Thodoris Chiotis: [Erreicht man den Rand]; Ø

  •  Giannis Doukas: Sei sie auch ohne Schwingen

  •  Dimitris Eleftherakis: Der Prozess des Odysseus

  •  Panagiotis Galanopoulos: Beim Teufel sind die Details; verborgen – Das Schlangengedicht (Auszug)

  •  Phoebe Giannisi: (Achilles); (Penelope I _am addicted to you); (Penelope III); Tastsinn; Worte; Ein Armer; Natur; Bezeugung 1–3

  •  Anna Griva: Löffelsüßigkeiten; Die Uhr; Bestimmung; Verlängerung des Arbeitslosenausweises

  •  Giorgos Hantzis: Vorzeichen; Chartres/Sartre

  •  Katerina Iliopoulou: Die Sirene; Mittag. Erste Stimme (die Bildhauerin); Mittag. Zweite Stimme (der Garten); Santa Liquida / Das Lösen der Verflechtung; [In den fünfziger Jahren]; Die unsagbare Wonne; Die Taufe

  •  Vangelis Intzidis: Milena

  •  Panayotis Ioannidis: Der Kummer hinter den Augen; Erster November; Eau de Miel; Łazienki

  •  Lena Kallergi: Abschied von der Sprache; Schiffskorso

  •  Dimitra Kationi: [Grabstele]; [verschwommen feucht dunkel]; [ich bin der sowieso und alles existiert]; [er nennt mich seinen Traum und ihr sagt Ypsilon zu mir]

  •  Achilleas Katsaros: [wo sich das Rote Meer teilt]

  •  Stathis Kephalouros: Die Mädchen in Edessa

  •  Mary Kligatsi: [aus der Seite]; [Adams Apfel]; [Schwerkraft und Anmut]

  •  Patricia Kolaiti: Nekrophanie

  •  Maya Koltsida: Überlebensrezept mit Salz

  •  Christos Koltsidas: [heute weht Wind]

  •  Konstantina Korryvanti: Rhea

  •  Eleni Kosma: [Es ruhen]

  •  Theoni Kotini: Hochzeit

  •  Dimitra Kotoula: Satyrkopf; Mutter und Tochter oder Landschaft in Bewegung; (Die Moralia); (Angelegenheit von Leben und Tod oder Zivilisten verhandeln im Winter des griechischen Bürgerkriegs)

  •  Kostas Koutsourelis: Wind August (16)

  •  Dimitris Leontzakos: Gelernter Wind; Vielleicht bedeutet; [Deinen Lyrismus werde ich in Stücke hauen]; [Heftig hoch]; Grässliche Horden im Traum

  •  Giorgos Lillis: Vertreibung

  •  Alekos Lountzis: Dieses Jenes; Back–up; Propaganda von unten; Schwarze Regenschirme

  •  Alexios Mainas: Eine Sprache die alle verstehen (Zweite Fassung); Die Erziehung der Trauer; Das Theorem des Seufzers

  •  Pavlina Marvin: Lied der kleinen Musenfreundin

  •  Stergios Mitas: Letzte Momentaufnahme der europäischen Intelligenz; Die Hochzeit: Finale

  •  Konstantinos Papacharalampos: die hebelung

  •  Kallia Papadaki: olympic airways. so wie man delta sagt; lavendel im dezember

  •  Iordanis Papadopoulos: Salto morale; Der Unvollständigkeitssatz nach der morgigen Party; Sechs witzige Verse meinerseits sowie ein Vorschlag; Erstes Muster einer Geschichte für die 5. Übung

  •  Olga Papakosta: Nicht nur das Antzlitz; Meeting Place

  •  Dimitris Petrou: Addidas–Tango; Ländliches; Anthropologie

  •  Stamatis Polenakis; Die Pendelschwünge

  •  Giorgos Prevedourakis: [Schlägermutter Saloniki]

  •  Giorgos Psaltis: Madonnen Helenen, 8

  •  Haris Psarras: Sylvesterabend (Nachtwache); Eurydike an Orpheus; Von Er dem Armenier; Freude des Chryses; Kollateralschäden; Homer; Repatriierung

  •  Thodoris Rakopoulos: Aus einer Fondantschachtel; Bote; Die Tourna (maked.), also der Hecht

  •  Nina Rizou: [im globalen Universum]; [als nützlich zeigt sich das Nichts]; [imposante Gebirge]

  •  Lenia Safiropoulou: [Die Tage fliegen auf dem Rücken]; Hypnotische Fluren (Verdun 1916 – Herat 2016)

  •  Christos Siorikis: In der Fremdsprache; Koffer

  •  Danae Sioziou: Flächendeckenden Weinens; Weiß gewinnt

  •  Giorgos Spanos: Zerpflücken des Mythos; Wie ein Gebet öffnete sich das Gedicht; Wie Kummer

  •  Yannis Stiggas: Verliebt also schwebend

  •  Kiriakos Sifiltzoglou: Dem unbekannten Patrioten; [Franz Kafka. in Ioannina.]

  •  Georgia Triantaphyllidou: Zeitgeschehen

  •  Thomas Tsalapatis: Was mir Franz Ferdinand von Österreich zuflüsterte

  •  Nikos Voutyropoulos: [Ich weiß nicht, was die anderen sagen]

Biogramme

Maria Topali

Maria Topali wurde in Thessaloniki 1964 geboren und lebt in Athen. Sie studierte Jura in Athen und in Frankfurt/M. als Stipendiatin der Daimler-Benz-Stiftung. Sie schreibt Lyrik und Theaterstücke sowie Rezensionen und Literaturkritik in Zeitungen und Zeitschriften, und übersetzt Literatur aus dem Deutschen. Sie arbeitet im Nationalen Zentrum für Soziale Studien in Athen und ist Mutter zweier Kinder.

Torsten Israel

geb. 1967 in Leipzig. Studium der Griechischen Philologie, Geschichte und Theaterwissenschaften in Berlin und Athen. Literarische Übersetzungen, Literaturkritik und Essayistik auf Griechisch und Deutsch. Zuletzt griechiche Übersetzung und Bühnenbearbeitung von Erich Arendts Der Tänzer (UA: 2009, Attis-Theater, Athen, Regie: Theodoros Terzopoulos) und Herausgeberschaft von Helene Varopoulou, Passagen. Reflexionen zum zeitgenössischen Theater, Berlin: Theater der Zeit, 2009. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz/Germersheim. Lebt in Mannheim und Athen.

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Titelbild für Dichtung mit Biss: Griechische Lyrik aus dem 21. Jahrhundert

Angaben zur Monografie

ISBN-13 (15)
978-3-946142-48-5
Erstveröffentlichung (11)
2018-05-16