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Brief an Ezra Pound

Informationen zum Buch

Hinzugefügt 2017-11-29
ISBN-13: 2510-1692
Date of first publication: 2017-06-11

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Brief an Ezra Pound

Haris Vlavianos (Autor/in); Torsten Israel (Übersetzer/in)

Die Gattung des offenen Briefs blickt auf eine lange Tradition zurück; adressiert an eine meist bekannte Persönlichkeit, war er doch eigentlich – mit einem Augenzwinkern – für ein breiteres Publikum gedacht. Der Adressat war ja durch die Offenlegung des Inhalts nicht mehr der eigentliche – der offene Brief, ein Diskurs der Abwesenheit. Ob Aufruf, Provokation oder Protest, war und ist er eine besondere Form des offenen Dialogs, ein Forum, ein Ansporn zum Austausch. Der offene Brief ist daher ein willkommenes Format für die Edition Romiosini des CeMoG, das sich genau als das versteht: eine Agora, ein Ort des Dialogs und der Zirkulation von Ideen. Die Edition Romiosini veröffentlicht zweimal im Jahr offene Briefe griechischer Autorinnen und Autoren an Kolleginnen und Kollegen jenseits ihrer Grenzen.
Der Lyriker Haris Vlavianos befasste sich lange mit dem Werk des umstrittenen Dichters Ezra Pound und übersetzte ihn ins Griechische. Sein offener Brief an ihn ist eine Reflexion über Bewunderung, Anziehung und Abstoßung in einer literarischen Wahlverwandtschaft.

Offene Briefe: Haris Vlavianos an Ezra Pound

Zweisprachige Ausgabe: deutsch und griechisch ("Χάρης Βλαβιανός προς Έζρα Πάουντ") Übersetzung aus dem Griechischen von Torsten Israel.

Über den/die Autor/in: Haris Vlavianos

Haris Vlavianos wurde 1957 in Rom geboren. Er studierte Philosophie, Politologie und Wirtschaftswissenschaften in Bristol und Oxford. Heute lehrt er Philosophie, Geschichte und Ideologiegeschichte am American College of  Greece, leitet das Lektorat für fremdsprachige Belletristik beim Patakis-Verlag und ist Herausgeber der Literaturzeitschrift Poiitiki (»Poetik«). Er ist außerdem Übersetzer von Werken u.a. von Walt Whitman, Ezra Pound, Wallace Stevens, John Ashbery, William Blake, Zbigniew Herbert, Fernando Pessoa, E.M. Cummings, Michael Longley, T.S. Eliot und Anne Carson; aus dem Italienischen übertrug er Carlo Goldonis Zwillinge von Venedig.
Vlavianos veröffentlichte bisher 12 Lyrikbände sowie 5 Essay- bzw. Aphorismen-Bände. 2016 legte er mit Hitlers geheimes Tagebuch. Festungshaftanstalt Landsberg, November 1923 – Dezember 1924, ein semifiktionales Psychogramm des Diktators vor. Übersetzungen seiner Gedichte in Buchform erschienen in Deutschland, England, Frankreich, Irland und in den Niederlanden; in Anthologien und Zeitschriften wurden Texte von ihm in rund zwanzig Ländern Europas sowie Nord- und Südamerikas veröffentlicht. Die autobiographischen Prosa­miniaturen Blut ist Wasser, die breite Resonanz fanden, erschienen im Original 2014 und in deutscher Sprache 2017 bei der Edition Romiosini.

Über den/die Übersetzer/in: Torsten Israel

geb. 1967 in Leipzig. Studium der Griechischen Philologie, Geschichte und Theaterwissenschaften in Berlin und Athen. Literarische Übersetzungen, Literaturkritik und Essayistik auf Griechisch und Deutsch. Zuletzt grieschiche Übersetzung und Bühnenbearbeitung von Erich Arendts Der Tänzer (UA: 2009, Attis-Theater, Athen, Regie: Theodoros Terzopoulos) und Herausgeberschaft von Helene Varopoulou, Passagen. Reflexionen zum zeitgenössischen Theater, Berlin: Theater der Zeit, 2009. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz/Germersheim. Lebt in Mannheim und Athen.